Die Bewerbung steht nachdem eine Standortbestimmung vorgenommen wurde und sich eine jugendliche Person für einen bestimmten Beruf entschieden hat. Die Fragen in Bezug auf Neigungen, Anforderungen, Berufsprofil usw. sind geklärt.
Es gilt also, eine Lehrstelle zu finden. Zu Adressen kommt man über die Schule und die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung resp. das BIZ (Lehrstellennachweis LENA), aber auch Verwandte und Bekannte können evtl. helfen. Weiter kommen Berufsverbände und Inserate in Zeitungen als Quellen in Frage.
Bewerbung. Rund um die Bewerbung gilt es eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen. Grundsätzlich sollte man sich bei mehreren in Frage kommenden Betrieben bewerben, sich also nicht auf eine bestimmte Stelle fixieren. Es ist ratsam, sich zuerst zu erkundigen, ob die Stelle noch offen ist und in welcher Form die Bewerbung erwartet wird. In den meisten Fällen, aber nicht immer, wird eine schriftliche Bewerbung verlangt. Diese enthält Folgendes:
- Bewerbungsschreiben aus dem ersichtlich ist, wieso man sich für den Beruf entschieden hat
- kurzer Lebenslauf mit Angaben der besuchten Schulen, Lieblingsfächer und Freizeitbeschäftigungen (evtl. Besonderheiten wie z.B. Berufswahlpraktika)
- Fotokopie des letzten Zeugnisses
- Passfoto
Zusage. Eine Zusage ist erst verbindlich, wenn der Lehrvertrag vom Lehrbetrieb (Berufsbildnerin oder Berufsbildner), der lernenden Person und ihrer gesetzlichen Vertretung (in der Regel die Eltern) unterschrieben und vom kantonalen Berufsbildungsamt geprüft und genehmigt worden ist.
Absage. Wer sich bewirbt, muss mit Absagen rechnen. Aus diesem Grund sollte man sich nicht auf eine oder zwei bestimmte Stellen fixieren. Es ist wichtig, die Gründe zu kennen, wieso jemand nicht berücksichtigt wurde. Enthält eine Absage keine Begründung, so können die Jugendlichen sich danach erkundigen. Durch die Begründungen erfährt man, wo die Probleme anzusiedeln sind: Es bewerben sich viele für wenige Lehrstellen. Vielleicht hat die Bewerbung einen schlechten Eindruck hinterlassen (schlechte Darstellung, Tippfehler, Dossier nicht vollständig) oder die Anforderungen können von der Bewerberin nicht erfüllt werden. Die sorgfältige Analyse der Gründe hilft weiter, als man gewisse Korrekturen vornehmen und sich selbst besser einschätzen kann. Jugendliche sollten sich von Absagen nicht entmutigen lassen und sie dürfen sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Erneute Standortbestimmung. Häufen sich die Absagen, so sind Gespräche mit Lehrpersonen und Eltern wichtig. Sie helfen, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auch sollte das Gespräch mit der Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterin oder dem -berater gesucht werden. Es müssen weitere Berufe in Betracht gezogen werden, für die die Anforderungen nicht so hoch sind oder für die das Angebot an Lehrstellen besser ist. Ist die Aussicht schlecht, eine Lehrstelle zu finden, muss die Möglichkeit einer Zwischenlösung in Betracht gezogen werden.
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