Die Bereiche Bildung, Forschung und Technologie sind in zwei Departementen des Bundes angesiedelt: im Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) und im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD).
EDI. Im EDI ist das Staatsekretariat für Bildung und Forschung (SBF), die Behörde des Bundes für national und international ausgerichtete Fragen der allgemeinen und der universitären Bildung, der wissenschaftlichen und angewandten Forschung sowie der Raumfahrt.
EVD. Im EVD ist das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) für die Berufsbildung, die Fachhochschulen und die Innovationsförderung zuständig.
Bundesamt für Berufsbildung und Technologie. Das BBT ist in drei Leistungsbereiche gegliedert. Der Leistungsbereich Berufsbildung ist verantwortlich für die Weiterentwicklung und die Qualitätssicherung im Berufsbildungssystem. Der Leistungsbereich Fachhochschulen moderiert die Konsolidierung der Fachhochschulen und deren Integration in das Hochschulnetz. Die Förderagentur für Innovation KTI sorgt für die Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Hochschulen und Unternehmen.
Das BBT verfolgt mit seinen Leistungen die Ziele,
- eine hohe Innovationsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zu fördern und sicherzustellen;
- die Schweiz als attraktiven Standort für qualifizierte Arbeitskräfte und Investoren weiterzuentwickeln.
Das BBT unterstützt die Kantone im Vollzug finanziell und übernimmt mit dem aktuellen Berufsbildungsgesetz (BBG) einen Viertel der Gesamtkosten der öffentlichen Hand. Ausserdem stellt der Bund Gelder bereit für die Förderung von Innovationen und die Unterstützung von besonderen Leistungen im öffentlichen Interesse.
Fachhochschulen. Die Fachhochschulen haben sich binnen weniger Jahre als dritter Pfeiler neben den Universitäten und den ETH etabliert. Sie nehmen eine Scharnierfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Innovationsförderung und zum Wissenstransfer. Der Leistungsbereich Fachhochschulen arbeitet an der Konsolidierung der Fachhochschulen und am Reform-Projekt "Hochschullandschaft", das die drei Hochschultypen Fachhochschulen, Universitäten und ETH unter einem Dach vereinen soll.
Innovation. Der Leistungsbereich Innovationsförderung sorgt mit der Förderagentur für Innovation KTI für die Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Hochschulen und Unternehmen. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Projekten der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung F&E, die Unternehmen, öffentliche Verwaltungen oder Non-Profit-Organisationen zusammen mit Hochschulen betreiben. Die KTI-Förderung steht allen Disziplinen offen.
Eidgenössische Berufsbildungskommission. Die Eidgenössische Berufsbildungskommission (EBBK, Art. 69 Berufsbildungsgesetz) berät das BBT in Fragen der Entwicklung und der Koordination der Berufsbildung und deren Abstimmung mit der allgemeinen Bildungs- und Förderungspolitik. Sie beurteilt Projekte zur Entwicklung der Berufsbildung und Gesuche um Beiträge für besondere Leistungen im öffentlichen Interesse. Damit wird eine breit abgestützte Entwicklungs- und Förderungspolitik gesichert. Die vom Bundesrat gewählte Kommission setzt sich aus 15 Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt zusammen.
Weitere Kommissionen. In der Berufsbildung sind in verschiedenen Bereichen weitere Kommissionen tätig wie zum Beispiel:
- Eidgenössische Berufsmaturitätskommission (Art. 71 Berufsbildungsgesetz):
Sie ist beratendes Organ in Fragen der Berufsmaturität, insbesondere in Fragen der Anerkennung von Qualifikationsverfahren. - Eidgenössische Kommission für Berufsbildungsverantwortliche (Art. 53 Berufsbildungsverordnung):
Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Anerkennung von Bildungsgängen für sämtliche Kategorien von Berufsbildungsverantwortlichen (Berufsbildnerinnen und -bildnern in Betrieben, Lehrwerkstätten und überbetrieblichen Kursen, Lehrpersonen). - Eidgenössische Kommission für Höhere Fachschulen:
Sie begutachtet zuhanden des BBT die Rahmenlehrpläne sowie die Gesuche um eidgenössische Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien. Weiter überprüft sie in Zusammenarbeit mit den Kantonen zuhanden des BBT, ob die Anerkennungsvoraussetzungen eingehalten werden.
Literaturhinweise
CRFP: 1904 - 2004 : 100 ans de formation professionnelle, CRFP, Neuchâtel 2004
DBK : Jahresbericht 2007/Schlussbericht DBK 1926 bis 2007, DBK, 2007
DBK: Handbuch betriebliche Grundbildung, DBK, Luzern 2006
DBK: Lexikon der Berufsbildung, DBK, Luzern 2006
Frick A., Wirz A.: Berufsbildungsökonomie: Stand und offene Fragen, h.e.p.-Verlag, Bern 2005 (Berufsbildungsforschung Schweiz; 1)
Tabin J.-P.: Formation professionnelle en Suisse: histoire et actualité, Réalités sociales, Lausanne 1989 (Travail social)





